Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur oder auch Auriculotherapie ist eine Reflexzonentherapie. Zahlreiche neurophysiologische Mechanismen führen zu einer Projektion von peripheren Störungen auf das Ohr und zur Möglichkeit durch Reize, z.B. mit Nadeln, Magnetkügelchen, Laser u.a.m. zurück auf den Körper wirken. Die im Ohr erzeugten Reize werden von drei großen Nerven, die das Ohr versorgen, aufgenommen: Trigeminusnerv, Vagusnerv und Plexus cervicalis supervicalis.

 

 

Die Kerne dieser Nerven liegen im Hirnstamm – im verlängerten Rückenmark – und sind mit der dort befindlichen Formatio reticularis verknüpft. Die Formatio reticularis ist eine netzartige, aufgelockerte und graue Hirnsubstanz. Sie beginnt im verlängerten Rückenmark, verbreitert sich und setzt sich dann bis in das Mittelhirn fort. Sie ist die entscheidende Schaltstelle zwischen dem Gehirn und dem Körper.

 

Alle Kommandos des Gehirns, ob es sich um aus dem Großhirn vom Willen gesteuerte oder die unwillkürlichen aus dem Kleinhirn oder dem obersten Teil des verlängerten Rückenmarks (z.B. Atmung, Kreislauf) handelt, laufen hier durch.  Umgekehrt werden alle Meldungen an das Gehirn in der Formatio reticularis verarbeitet, verteilt und weitergeleitet.

Reizt man nun einen Punkt auf der Ohrmuschel z.B. mit einer Nadel, läuft das ausgelöste Signal auf einem extrem kurzen, ungestörten Weg zur Formatio reticularis und von dort weiter zum Gehirn und zum jeweiligen Organ (Wirbelsäure etc.). Da wir es hier mit einem reflektorischen System zu tun haben, behandeln wir nur druck- bzw. schmerzempfindliche Punkte, durch die Empfindlichkeit des Punktes zeigt uns der Körper wo eine Störung vorliegt. 

 

Die Ohrakupunktur ist vielseitig einsetzbar: von der Allergie bis zur Zerrung. Sie wird gerne bei der Gewichtsreduzierung und auch bei der Nikotinentwöhnung eingesetzt. Ebenso lassen sich Wirbel- und Gelenkerkrankungen auch sehr gut mit dieser Methode behandeln. Aber auch funktionelle Störungen, wie z.B. Erkrankungen der Atemwege, sprechen gut auf diese Akupunkturform an. Ebenfalls kann man  Erkrankungen der Psyche unterstützend behandeln. Sie wird ebenso gerne und erfolgreich bei Schmerzzuständen eingesetzt.

 

Ich benutze zur Behandlung oft Dauerkügelchen anstelle von Nadeln. Sie sind sanfter als Nadeln und werden von von mir gerne bei der ersten Sitzung angewendet. Ich erlebe es häufig, dass gerade bei akuten Erkrankungen, z.B. eine Ischalgie, die gerade erst begonnen hat, schon nach der ersten Behandlung eine Linderung eintreten kann. Oftmals reichen dann auch 1-3 Behandlungen aus. Viele Patienten möchten dann auch gerne mit den Dauerkügelchen weiter behandelt werden. Diese Methode ist auch sehr geeignet für Kinder, Bluter und sehr schmerzempfindliche und ängstliche Patienten. 

 

In der Regel wird einmal wöchentlich behandelt. Je nach Krankheit werden ca. 6 - 12 Behandlungen benötigt. Gerne stehe ich Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung. 

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© Heilpraktikerin Jacqueline Bannert